
Das Neue Emschertal
Jahrhundertchance für die Region
Derzeit ist die Emscher in weiten Teilen noch kanalisiert. Das wird sich in den nächsten Jahren Stück für Stück ändern. Die Umwandlung zu einem Fließgewässer mit ökologischer Qualität und viel Raum für Erholung und Freizeit ist ein ebenso anspruchsvolles wie langfristiges Projekt.
In den kommenden zehn Jahren soll der Fluss in seiner gesamten Länge von mehr als 84 Kilometern umgestaltet werden. In den Umbau des Emscher-Systems werden insgesamt 4,4 Milliarden Euro investiert. In der Neuen Emscher fließen künftig Regenwasser, Grundwasser, Quellwasser und das saubere Wasser aus den Kläranlagen. Diese Qualitätssteigerung wirkt sich positiv auf die Umgebung aus und verwandelt den bisherigen „Meideraum“ in eine gute Adresse: In Dortmund und Holzwickede lässt sich das Neue Emschertal bereits heute erleben.
Die Emscher-Insel könnte zum Herzstück des Neuen Emschertals werden. Schon ihre geographischen Koordinaten kennzeichnen sie als ein bemerkenswertes Projekt: 34 Kilometer lang und an manchen Stellen nur 30 Meter breit, erstreckt sie sich – umschlossen von Emscher und Rhein-Herne-Kanal – von Oberhausen bis Castrop-Rauxel. Mehr als 6000 Menschen haben hier ihr Zuhause. Das Ziel der Planer: Es soll ein durchgängiger Freiraum am Wasser etabliert werden, der als eigenständiges Landschaftselement erlebbar wird. So kann die Emscher-Insel als Beispiel für die städtebaulichen Möglichkeiten und Chancen gelten. Auch an diesem Projekt erweist sich die Wandlungsfähigkeit einer Region, die durch den Emscher-Umbau geprägt wird.
